Schneller vorankommen mit der Pomodoro-Technik

Du kennst das Gefühl bestimmt: Du reservierst deine Zeit für Aufgaben, nutzt sie auch entsprechend, aber hast danach trotzdem das Gefühl nichts weitergebracht zu haben. Zu oft hast du dich ablenken lassen, bist abgeschweift oder hast dich sonst irgendwie aus dem “Flow” holen lassen. Wenn das auf dich zutrifft und du etwas dagegen machen möchtest, dann könnte dir die Pomodoro-Technik vielleicht weiterhelfen.

Die Pomodoro-Technik ist eine von Francesco Cirillo entwickelte Technik bei der du deine verfügbare Zeit in 30-Minuten-Blöcke (Pomodoros) einteilst und dich in jedem Block voll und ganz, ohne Unterbrechung oder Ablenkung, auf nur eine einzige Aufgabe konzentrierst. Nach 25 Minuten voller Konzentration, entspannst du dich 5 Minuten lang und beginnst danach mit dem nächsten Zeitblock.

Den Namen verdankt die Technik der Uhr, die Cirillos benutzt hat: Eine Eieruhr in Form einer Tomate (italienisch: “Pomodoro”).

Warum funktioniert die Pomodoro-Technik?

Leider können wir unsere Konzentration nur eine begrenzte Zeit lang aufrechterhalten. Die relativ kurzen Zeitblöcke dieser Technik, mit anschließenden Erholungsphasen, können dir helfen, diesem Problem etwas entgegenzuwirken. Jede Pause sorgt sozusagen für einen kleinen Konzentrationsboost.

Das Parkinsonsche Gesetz spricht auch sehr für die Pomodoro-Technik. Es besagt, dass sich eine Arbeit genau in dem Maß ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Deshalb sind die Zeitblöcke der Pomodoro-Technik in der Hinsicht eine ideale Möglichkeit effizient zu bleiben.

Zusätzlich spielt hier auch die Motivation eine Rolle. Wenn du das Ziel, in jedem Zeitblock eine Aufgabe zu erledigen, einhältst, dann hast du nach jedem Pomodoro das gute Gefühl etwas geschafft zu haben und die Gewissheit, dass du deinen Zielen einen Schritt näher gekommen bist.

Wie funktioniert die Pomodoro-Technik?

Die Technik ist recht einfach (was sehr zu ihrer Popularität beigetragen hat). Du brauchst nur einen Stift und einen Notizzettel und einen Timer, um loslegen zu können. Als Timer kannst du dein Smartphone oder Webseiten wie tomato-timer.com nutzen.

Zuerst beginnst du damit, deine Aufgaben inkl. Priorisierung in Form einer ToDo-Liste zu notieren. Im Optimalfall sollte sich jedes ToDo innerhalb eines Zeitblocks erledigen lassen. Falls das nicht der Fall ist, dann versuche den Punkt aufzuschlüsseln und auf Unterpunkte aufzuteilen. Wenn das auch nicht klappt, ist das auch kein Problem. Dann verwendest du einfach mehrere Pomodoros für eine Aufgabe. Das sollte aber erst der letzte Weg sein.

Sobald deine Liste fertig ist, kannst du loslegen:

  1. Wähle die Aufgabe mit der höchsten Priorisierung aus.
  2. Stelle einen Timer auf 25 Minuten. Hierfür kannst du (Pomodoro-)Apps, Online Timer oder eine ganz normale Küchenuhr verwenden.
  3. Arbeite fokussiert und ohne Ablenkung 25 Minuten lang an der ausgewählten Aufgabe.
  4. Wenn du nach den 25 Minuten mit der Aufgabe fertig geworden bist, streiche sie von deiner ToDo-Liste. Falls nicht, dann schreibe ein X daneben. Wenn du weißt, wieviele Pomodoros du für eine Aufgabe gebraucht hast, kannst du nach und nach deine Planung bzw. ToDo-Liste optimieren.
  5. Lege eine 5 bis 10 Minuten lange Pause ein und entspanne dich.
  6. Wiederhole das für drei weitere Pomodoros und nach der vierten Aufgabe, lege eine längere Pause von 20 bis 30 Minuten ein bevor du wieder von vorne beginnst.

Innerhalb eines Pomodoros ist es wichtig jede Ablenkung zu vermeiden. Alles was dazwischen kommt, sollte auf später und im besten Fall in die größere Pause verschoben werden. Aber auch in der 20 bis 30 minütigen Pause solltest du darauf achten, dass du keine mental fordernden Aufgaben erledigst, sondern die Zeit zur Erholung nutzt.

Ich hoffe dir hat diese kleine Einführung zur Pomodoro-Technik geholfen. Falls du noch Methoden zum Thema Zeitmanagement suchst, wirf einen Blick auf diesen Artikel. Ein paar allgemeine Tipps wie du deine Zeit effizienter nutzt, findest du hier. Bei Fragen, Feedback oder Wünschen, hinterlasse einfach eine Nachricht in den Kommentaren oder benutze dieses Kontaktformular.

Noch ein Tipp von mir: Wenn dich die Pomodoro-Technik interessiert und du mehr darüber erfahren möchtest, dann kann ich dir diesen Artikel von Ubermind empfehlen. Der Autor schreibt darin über seine Erfahrungen und Selbstexperimente mit der Technik und zeigt auch wie ein ganzer Tagesablauf damit aussehen kann.

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