Lernplan erstellen [inkl. Vorlagen]

Bereitet dir der Gedanke an die nächste Prüfung schon Kopfschmerzen? Kannst du mit den Lerninhalten nur schwer mithalten? Oder machst du manchmal sogar Nächte durch, um den notwendigen Stoff in deinen Kopf zu bekommen? Ein Lernplan kann dir helfen diese und ähnliche Probleme zu lösen! Dieser Artikel wird dir dabei helfen, deinen eigenen Lernplan zu erstellen.

Screenshot einer Google Sheet Vorlage für einen Lernplan
Screenshot einer Google Sheet Vorlage für einen Lernplan

Egal was und wofür du lernst, mit einem Plan erhöhst du deine Chancen auf Erfolg. Einen Lernplan zu erstellen ist relativ einfach. Ein paar grundsätzliche Überlegungen und etwas Zeit – mehr ist nicht notwendig. Du kannst deinen Lernplan entweder auf einem Zettel niederschreiben oder am PC in einem Tool wie Excel oder Google Sheets erstellen. In diesem Artikel erfährst du wie das funktioniert.

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Schritt 1: Verschaffe dir einen Überblick

Beginne mit deinem Lernplan sobald du erfahren hast, welchen Stoff du lernen musst.
Auch wenn du nicht mehr viel Zeit bis zu deinen Prüfungen hast, lohnt sich ein Lernplan. In dieser Situation sogar umso mehr, denn ein Plan wird dir helfen deine verbleibende Zeit effizient einzusetzen.

Leg los indem du dir zuerst einen Überblick verschaffst. Stell dir folgende Fragen:

  • Welche sind deine Fächer/Seminare?
  • Wann finden die Prüfungen statt?
  • Welche Themengebiete werden abgefragt?
  • Welche Themen solltest du im Detail kennen und welche nur grob?
  • Wo liegen deine Stärken und Schwächen bzw. welche Inhalte interessieren dich besonders und welche weniger?

Schritt 2: Erstelle eine Liste mit Arbeitspaketen

Du weißt welche Themen du lernen musst. Jetzt geht es darum, die einzelnen Arbeitspakete zu bestimmen. Am Ende von diesem Schritt solltest du eine Liste mit allen Aufgaben haben die notwendig sind um dein Lernziel zu erreichen.

Hier ein paar Beispiele für ein beliebiges Thema:

  • Recherchieren
  • Bücher, Artikel und/oder wissenschaftliche Arbeiten lesen
  • Zusammenfassungen schreiben
  • Karteikarten erstellen und lernen
  • Mindmap erstellen
  • Probe-Prüfung durchführen
  • Cheat Sheet gestalten (kein Schummelzettel, sondern das allerwichtigste nochmal auf einer A4 Seite zusammengefasst ;))

Notiere dir auch wie lange du voraussichtlich für jeder der Aufgaben brauchen wirst.

Tipp: Rechne immer mit mehr Zeit als notwendig. Sowohl bei den einzelnen Arbeitspaketen, als auch über den gesamten Lernplan hinweg. Immer wieder kommt mal was dazwischen und ein Zeitpuffer wird dir helfen eine Unterbrechung/Verzögerung auszugleichen.

Schritt 3: Erstelle den Lernplan

An diesem Punkt beginnst du mit dem Lernplan. Ob du dafür eine Software verwendest oder den Plan von Hand gestaltest bleibt dir überlassen. Hauptsache du findest dich damit zurecht. Ich persönlich bevorzuge Google Sheets.

Für deine Planung musst du wissen wie viel Zeit dir für das Lernen zur Verfügung steht. Achte darauf, dass du mit “echter” Lernzeit rechnest, also die Zeit in der du dich ungestört mit den Arbeitspaketen auseinandersetzen kannst. Bedenke dabei Fahrtzeiten, Pausen und ähnliches.
Plane auch ausreichend Zeit für Schlaf und Freizeitaktivitäten ein. Hin und wieder solltest du abschalten und dich entspannen können. Dadurch wird das Lernen besser klappen und dir schlussendlich auch leichter fallen.

Wenn du mit der Pomodoro-Technik arbeiten möchtest, kannst du an dieser Stelle bereits einplanen. Dafür musst du deine Zeitblöcke nur so planen, dass sich darin mehrere 30 Minuten-Blöcke (Pomodoros) ausgehen.

Zu guter Letzt wäre es optimal, wenn du jeden Tag zur selben Zeit lernen könntest. Dadurch kann sich eine Routine einstellen, die dir das Lernen zusätzlich erleichtert.

Los geht’s
Überlege dir zuerst in welchem Detailgrad du deinen Plan erstellen möchtest. Wenn du die einzelnen Tage planen willst, dann bedenke, dass der Plan sehr groß werden wird. Hier wäre wahrscheinlich Excel oder Google Sheets besser geeignet, weil du (fast) unbegrenzt Zeilen und Spalten zur Verfügung hast.

Screenshot einer Google Sheet Vorlage nach Wochentagen

Alternativ kannst du auch in Wochen planen. Dafür hast du dann für jede Woche eine Spalte und in die Zellen schreibst du die Zeitblöcke, die du für das jeweilige Arbeitspaket einplanst.

Screenshot einer Google Sheet Vorlage nach Wochen
Screenshot einer Google Sheet Vorlage nach Wochen

Hier eine Übersicht über die einzelnen Schritte:

  1. Überlege dir in welchem Detailgrad du deinen Plan erstellen möchtest.
  2. Öffne ein leeres Excel, Google Sheet oder lege dir einen leeren Zettel zurecht.
  3. Zeichne eine Tabelle.
    1. Auf der horizontalen Achse werden die Tage bzw. Wochen eingetragen.
    2. Auf der vertikalen Achse werden die Arbeitspakete eingetragen.
  4. Trage in die Zellen die Zeitblöcke für die Arbeitspakete ein – zum Beispiel: “14:00 bis 16:30” oder “Mo, 09:00 bis 10:30”.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten den Lernplan zu variieren. Anstatt die konkreten Zeiten einzutragen, könntest du auch die Anzahl an Stunden in die Zellen schreiben, die du an diesem Tag für die jeweilige Aufgabe verwenden möchtest. Das hat den Vorteil, dass du flexibel bleibst, aber auch den Nachteil, dass du Tag für Tag planen musst.

Screenshot einer Google Sheet Vorlage für einen Lernplan
Screenshot einer Google Sheet Vorlage nach Stunden

Falls du nicht bei Null anfangen möchtest, findest du unterhalb, im Bereich Vorlagen, Downloads & Tools, einige Vorlagen.

Schritt 4: Übertrage den Plan in deinen Terminkalender

Übertrage den fertigen Lernplan in deinen Terminkalender und/oder setze dir entsprechende Erinnerungen. So sinkt die Gefahr, dass du kurzfristig Arbeitspakete übersiehst oder vergisst. Ebenso brauchst dir du so nicht täglich den gesamten Lernplan ansehen, sondern kannst dich gezielt auf die anstehenden Lerninhalte konzentrieren.

Google Calendar

Schritt 5: Optimiere deine Planung

Optimierung während der Lernphase

Dein Lernplan ist nicht in Stein gemeißelt – betrachte ihn mehr als einen roten Faden, der dir hilft effizient zu bleiben und die Übersicht zu behalten.

Man kann unmöglich alle Ereignisse voraussehen und selten kommen die Dinge so, wie man sie plant. Rechne damit, dass du deinen Lernplan im Laufe der Zeit anpassen musst. Überprüfe deinen Plan in regelmäßigen Abständen und stelle fest, ob du irgendwo schneller/langsamer vorankommst als gedacht oder ob du vielleicht weitere Themen einplanen musst.

Optimierung nach der Prüfung

Behalte deinen Lernplan nachdem deine Prüfung abgeschlossen ist. Die Zeit nach der Prüfung ist eine optimale Gelegenheit deine Planung zu reflektieren. Überlege dir was gut geklappt hat, was weniger gut geklappt hat und wie du deinen nächsten Lernplan besser gestalten könntest.

Das mag im ersten Moment nach Zusatzaufwand aussehen, aber es ermöglicht dir deinen Lernplan immer besser zu gestalten und zu verbessern. Und mit einer optimierten Planung verbessern sich auch dein Lernerlebnis und dein Lernerfolg. Außerdem erfährst du dabei auch ein paar Dinge über dich, dein Lernverhalten und deine Lernmöglichkeiten und kannst dich persönlich weiterentwickeln.

Vorlagen, Downloads & Tools

Hier findest du einige Vorlagen und Downloads, die dich bei der Gestaltung deines Lernplans unterstützen.

Hinweise zu den Google Sheets Vorlagen

Wie kann ich Google Sheets auf meinen eigenen Google Drive kopieren?

Diese Vorlagen kannst du auf deinem Google Drive speichern und so anpassen wie es für dich am besten passt. Dafür einfach auf Datei > Kopie erstellen und schon hast du die Vorlage auf deinen eigenen Drive kopiert.

Wie kann ich Google Sheets als Excel herunterladen?

Unter Datei > Herunterladen > Microsoft Excel (.xlsx) kannst du Google Sheets als Excel herunterladen.

Tools, um einen Lernplan zu erstellen

Es gibt viele Tools, die das Erstellen deines Lernplans erleichtern.

Die meisten werden dabei zurecht direkt an Microsoft Excel denken. Du hast mit Excel viele Freiheiten und kannst deinen Plan deinen Wünschen entsprechend gestalten.

Dasselbe gilt auch für Google Sheets mit einigen weiteren Vorteilen: Du kannst das File mit anderen teilen und ihr könnt gemeinsam daran arbeiten. Zudem kannst du von überall auf das File zugreifen und es ist plattformunabhängig. In Google Sheets habe ich auch meine Lernplan Vorlage gebaut. Hier erfährst du mehr über die kostenlosen Office Tools von Google.

Es gibt zudem auch einige Online-Tools mit vielen nützlichen Features, die dich bei deinem Lernerfolg unterstützen können, z.B.:

  • GoConqr: Ein Tool, mit dem du deine Lernpläne online erstellen und verwalten kannst.
  • Synesty: Ein einfacher Lernplan Generator. Du kannst deinen Plan ausdrucken und deinem Google Calender hinzufügen.
  • Trello: Auch Kanban-Tafeln können sich sehr gut eignen, um einen Lernplan abzubilden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Lernplan?

Ein Lernplan hilft dir dabei, strukturiert und gezielt auf ein Ziel bzw. eine Prüfung hin zu lernen. Du überlegst dir die notwendigen Schritte, sowie deren Zeitaufwand und erstellst einen Plan wann du welches Thema lernst.

Was muss man bei einem Lernplan beachten?

Es ist wichtig die Themen in kleinere Teile aufzuteilen und zu priorisieren. Oft kann man nicht jedes Thema im gleichen Ausmaß lernen. Konzentriere dich daher zuerst auf das Wichtigste. Außerdem ist es empfehlenswert, bei jeder Aufgabe einen großzügigen Zeitpuffer einzuplanen.

Was sind die Vorteile eines Lernplans?

Mit einem Lernplan …

  • … verschaffst du dir einen Überblick und verhinderst, dass du wichtige Themen/Prüfungen übersehen oder vergessen könntest.
  • … erkennst du mögliche Probleme frühzeitig.
  • … vermeidest du Stress.
  • … lernst du effizienter und fokussierter.
  • … kannst du für mehrere Prüfungen parallel lernen.
  • … erhöht sich deine Erfolgswahrscheinlichkeit.

Nobody’s perfect

Abschließend möchte ich noch folgenden Spruch mit dir teilen: Perfect is the enemy of done!
Versuche deinen Plan immer zu befolgen, aber sei darauf gefasst, dass nicht alles wie geplant klappen wird. Der Lernplan soll dir als Orientierung dienen. Wenn du also mal einen Abend vom Lernen abgehalten wirst, dann gib auf keinen Fall auf! Gönn dir die Auszeit, aber setze am Folgetag deine Arbeit mit dem Lernplan fort. So wirst du auf Dauer am erfolgreichsten.

Ich hoffe du fandest diesen Artikel interessant und konntest etwas für dich mitnehmen! Wenn du Wünsche, Anregungen oder Tipps zu diesem Thema hast, lass es mich in den Kommentaren wissen!

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