Planung

Wie erstellt man einen Lernplan?

Zögerst du viel, wenn du versuchst zu studieren? Kannst du mit den Lerninhalten deines aktuellen Studienplans nur schwer mithalten? Machst du vielleicht sogar Nächte durch, um den Stoff in der Nacht vor dem Test noch in deinen Kopf zu bekommen? Bei diesen und ähnlichen Problemen kann dir ein Lernplan helfen!

Keine Sorge – einen Lernplan zu erstellen ist relativ einfach. Grundsätzlich listest du nur deine Prüfungen/Ziele auf, ergänzt diese Liste um die jeweils relevanten Themen und legst fest, wann du welche Lerninhalte angehen möchtest.

Die Vorteile eines Lernplans

Sich unstrukturiert und ohne Planung an ein Studium zu wagen ist sehr riskant. Man verliert den Überblick und kann den zu lernenden Stoff kaum bis nicht priorisieren. Dadurch entsteht Stress und man beginnt sich nur von einer Prüfung zur nächsten zu kämpfen. Egal wofür du lernst, mit einem Lernplan erhöhst du deine Chancen auf Erfolg.

Hier einige Vorteile die für einen Lernplan sprechen:

  • Du verschaffst dir einen Überblick und verhinderst, dass du wichtige Themen/Prüfungen übersehen oder vergessen könntest
  • Du erkennst mögliche Probleme frühzeitig
  • Du vermeidest Stress
  • Du lernst effizienter und fokussierter
  • Du kannst für mehrere Prüfungen parallel lernen
  • Deine Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht sich

Schritt 1: Verschaffe dir einen Überblick

Auch wenn du noch viel Zeit bis zu deinen Prüfungen hast, solltest du an deinem Lernplan arbeiten sobald du weißt welche Themen zu lernen hast. Aber auch wenn es zeitlich schon knapp ist, wird dir ein Lernplan dabei helfen deine verbleibende Zeit bis zur Prüfung so effizient wie möglich einzusetzen.

Im ersten Schritt verschaffe dir einen Überblick:

  • An welchen Fächern/Seminaren nimmst du teil?
  • Wann finden Prüfungen statt?
  • Welche Themen werden abgefragt?
  • Liste deine Themen nach Wichtigkeit. Was solltest du im Detail kennen und was nur grob?
  • Bei welchen Themen liegen deine Stärken und wo deine Schwächen?

Schritt 2: Finde heraus wie viel Zeit dir zur Verfügung steht

Für die Planung ist es natürlich wichtig zu wissen wie viel Zeit dir fürs Lernen zur Verfügung steht. Beachte dabei, dass du mit reiner Lernzeit rechnest (die Zeit die du vor deinen Lernmaterialen verbringst) und nicht vergisst Fahrzeiten oder die Zeit für das Abendessen zu bedenken. Unterschätze auch nicht die Wichtigkeit von Schlaf und Freizeitaktivitäten. Hin und wieder solltest du auch mal abschalten können. Auch ausreichend Schlaf, sowie Sport, werden sich positiv auf deine Lerneffizienz auswirken und das Lernen wird dir dadurch leichter fallen. Auch sehr wichtig: Plane einen Zeitpuffer ein falls du mal eine Lerneinheit verschieben musst.

Optimal wäre, wenn du jeden Tag zur selben Zeit lernen könntest. Dadurch kann sich eine Routine einstellen, wodurch dir das Lernen leichter fallen wird.

Schritt 3: Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung und was ist notwendig?

Im dritten Schritt notiere dir welche Lernmöglichkeiten dir für die verschiedenen Themen zur Verfügung stehen, beziehungsweise welche Schritte notwendig sind, um die Themen zu beherrschen. Hier ein paar Beispiele:

  • Englisch: Vokabeln lernen, Gespräche führen, Bücher lesen, Aufsätze schreiben, ..
  • Mathematik: Formelsammlung erstellen, Rechenaufgaben lösen, Erklärvideos ansehen, ..
  • Physik: Experimentieren, Recherchieren, …

Schritt 4: Erstelle den Lernplan

Nun hast du alles notwendige zusammen, um mit der Planung loszulegen. Ob du dafür eine Software verwendest oder den Plan händisch erstellst bleibt dir überlassen. Hauptsache du findest dich damit zurecht. Ich persönlich bevorzuge Google Sheets.
Erstelle auf der horizontalen Achse eine Zeitlinie nach Datum, Wochentagen oder Kalenderwochen und auf der vertikalen Achse trägst du die einzelnen Arbeitspakete ein.
Wenn du dir bei den Arbeitspaketen noch unsicher bist, dann versuche mit dieser Aufteilung zu starten:

  • Recherchieren und Zusammentragen
  • Zusammenfassen/Aufbereiten
  • Lernen
  • Prüfungsvorbereitung (u.a. verstärkter Fokus auf Schwächen)

Nachdem du alle erforderlichen Arbeitspakete eingetragen hast, markiere innerhalb dieser Matrix wann du welche Aufgabe erledigen möchtest. Anstatt einer einfachen Markierung, kannst du die Zellen auch nutzen, um den geschätzten Zeitaufwand einzutragen. Mit einer entsprechenden Summenformel kannst du dann schnell den notwendigen Zeitaufwand pro Arbeitspaket, Projekt und/oder Wochentag sichtbar machen.

Lernplan Vorlage
Lernplan Vorlage mit Google Sheets

Falls du nicht bei Null anfangen möchtest, kannst du meine Google Sheets Vorlage benutzen. Du kannst dir das File auf deinem Google Drive abspeichern und ganz so anpassen wie es für dich am besten passt. Noch ein kleiner Hinweis: Die einzelnen Zellen bzw. Wochentage für ein Arbeitspaket werden automatisch mithilfe von Conditional Formatting eingefärbt sobald du etwas einträgst.

  • Recherchieren und Vorbereiten
  • Aufbereiten
  • Lernen
  • Feintuning
  • Prüfung bestehen

Ein Tipp: Viele Menschen neigen dazu die benötigten Ressourcen/Zeit für ein Ziel viel zu optimistisch einzuschätzen. Sei dir dessen bewusst und geh lieber davon aus, dass der Aufwand, um dein Ziel zu erreichen, höher sein wird, als du in der ersten Schätzung angenommen hast.

Schritt 5: Übertrage den Lernplan in deinen Terminkalender

Übertrage den Lernplan in deinen Terminkalender oder setze dir Erinnerungen. So sinkt die Gefahr, dass du kurzfristig Arbeitspakete übersehen/vergessen könntest, wenn du nicht täglich in deinen Lernplan schaust.

Schritt 6: Passe den Lernplan an

Dein Lernplan ist nicht in Stein gemeißelt – betrachte ihn mehr als einen roten Faden, der dir hilft effizient zu bleiben und Übersicht zu bewahren.
Man kann unmöglich alle Ereignisse voraussehen deswegen rechne damit, dass du deinen Lernplan im Laufe der Zeit anpassen musst.
Überprüfe deinen Plan in regelmäßigen Abständen und stelle fest, ob du irgendwo schneller/langsamer vorankommst als gedacht oder ob du vielleicht weitere Themen einplanen musst.

Diese Tools werden wir helfen deinen Lernplan zu erstellen

Excel ist das einfachste Werkzeug, um deinen Lernplan zu erstellen. Du hast viele Freiheiten und kannst deinen Plan deinen Wünschen entsprechend gestalten.

Dasselbe gilt auch für Google Sheets mit einigen weiteren Vorteilen: du kannst das File mit anderen teilen, gemeinsam daran arbeiten, du hast es überall zur Verfügung und es ist plattformunabhängig. In Google Sheets habe ich auch meine Lernplan Vorlage gebaut.

Es gibt auch einige Online-Tools mit vielen nützlichen Features, die dich bei deinem Lernerfolg unterstützen können (GoConqr, Synesty, Trello, …).

Zum Ende …

… ein abschließender Tipp: Perfect is the enemy of done!
Versuche deinen Plan immer zu befolgen, aber sei darauf gefasst, dass nicht alles wie geplant klappen wird. Der Lernplan soll dir als Orientierung dienen. Wenn du also mal einen Abend, aus gutem Grund, vom Lernen abgehalten wirst, dann gib auf keinen Fall auf!

Ich hoffe du fandest diesen Artikel interessant und konntest was für dich mitnehmen! Wenn du Wünsche, Anregungen oder Tipps zu diesem Thema hast, dann lass es mich wissen!

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