Gastbeitrag: 5 Tipps zum perfekten Zeitmanagement für den Start ins Studium während der Corona- Pandemie

Ausgelöst durch die Corona-Krise befindet sich Deutschland derzeit in einem Lockdown. Im Homeoffice lernen und das Studium von zu Hause aus absolvieren, klingt zunächst nach Komfort. Durch das Schließen der Universitäten und Hochschulen wurde das gesamte Studium samt der Vorlesungen sowie den Klausuren in die Onlinewelt verlagert, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Als Student verfolgt man momentan also alle Veranstaltungen ausschließlich von zu Hause aus.

Viele Studenten stellen sich hierbei die folgende Fragen: Wird das Studium von zu Hause aus nach der Pandemie fortgeführt werden? Wie sieht meine Studienzeit und mein Studentenleben in Zukunft aus? Werde ich in der Lage sein meine Kommilitoninnen und Kommilitonen jemals persönlich treffen? Wie soll mein Studentenjob von zu Hause aus weitergehen?

Momentan sieht es so aus, als würde mit dem Ende der Corona-Pandemie, das Studieren von zu Hause aus weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Studentenlebens bleiben.

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Damit du als Erstsemester oder Student aus höherem Fachsemester nicht nur für die jetzige Situation gewappnet bist, sondern auch weiterhin in einem fokussierten und strukturierten Umfeld lernen kannst, ist ein erfolgreiches Zeitmanagement von enormer Bedeutung.

Wenn du dir einen Studienplan bzw. Lernplan erstellt hast und dein strukturierter Plan erstmal zu Hause steht, bist du auch für das zukünftige Homeoffice vorbereitet

Es folgen 5 Tipps für dein perfektes Zeitmanagement für einen guten Start des Studiums und das erfolgreiche Lernen im Homeoffice während der Corona-Pandemie:


Tipp 1 – Ein geregelter Start in den Alltag

Du bist im ersten Semester und dein Studium findet seit einiger Zeit im Homeoffice statt. Aufstehen wann man möchte? Das klingt erst einmal sehr verlockend, aber so unbeschwert ist es dann doch nicht. Mal davon abgesehen, ob du tatsächlich zur Uni oder Hochschule fahren musst oder nicht, solltest du pünktlich aufstehen und möglichst nicht 3-mal auf “Schlummern” klicken. 

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Am besten stehst du immer zur gleichen Zeit auf und erledigst deine Morgenroutine, wie als würdest du zur Uni fahren wollen. Anschließend kann das Lernen oder das Arbeiten an den Aufgaben beginnen. 

Damit dein Studienalltag zu Hause nicht kräftezehrend verläuft, solltest du immer mal wieder Pausen einlegen. Denn das strikte stundenlange Lernen kann ermüdend sein und deine Produktivität negativ beeinflussen.

Zusammenfassung: Lasse dich von der Corona-Pandemie nicht unterkriegen. Starte dein Studentenleben und deine Lernphasen mit einem geregelten Morgen. Mache regelmäßig Pausen, auch wenn alle Veranstaltungen nur noch online stattfinden. Denn nur so behältst du den Überblick über alle studienrelevante Themen und nutzt deine Zeit sinnvoll.

Tipp 2 – Finde Deine Lernecke in Deinen vier Wänden

Dein Studium hat begonnen und dir ist es nach kurzer Zeit nicht mehr möglich deine Lernzeit und Freizeit zu trennen? Wenn es dir schwer fällt zu Hause diese Trennung zu vollziehen, dann liegt das womöglich daran, dass dir ein eigener ruhiger Lernbereich fehlt. Suche dir einen ruhigen Platz, an dem nur dein Studium zählt und dich nichts ablenken kann.

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Tipp 3 – Erstelle einen Zeitplan

Du hast deinen Studentenalltag im eigenen Heim gestartet, als würdest du zur Uni bzw. Hochschule fahren. Das heißt, du bist pünktlich aufgestanden, deine Kurs- und Seminarunterlagen gerichtet und auch deinen Lernbereich zu Hause gefunden. 

Nun ist es an der Zeit, einen Zeitplan für das Lernen von zu Hause aus zu erstellen.

Würdest du normal zur Uni bzw. Hochschule gehen, bekommst du einen Studien- oder Stundenplan in dem steht, wann, wo, welche Veranstaltung stattfinden wird. Dieser Plan ist zumeist fremdbestimmt oder vorgegeben. Da du an diesen Plan gebunden bist, hast du in der Regel nicht die Zeit in den Leerzeiten zwischen den Kursen immer wieder nach Hause zu gehen. 

Darum verbringst du den größten Teil des Tages an der Uni und auf dem Campus. Im Home Learning kannst du deine Studienzeit und Lernzeit überwiegend eigenhändig bestimmen, abgesehen von den festen Zeiten der Online-Vorlesungen, die immer noch fremdbestimmt sind.

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Wichtiger Tipp: Teile deine Zeit für den Lernstoff und deine bevorstehenden Aufgaben gut ein. Dabei solltest du auch zusätzlich Zeit als Puffer einplanen. Setze beim Einordnen der Aufgaben Prioritäten, je nach Wichtigkeit und Dringlichkeit

Um deinen Zeitplan zu erstellen, kannst du ein Aufgaben-Board ausarbeiten, womit deine Aufgaben oder Lernziele visuell übersichtlicher werden und du viel effizienter lernen kannst.

Beispielaufbau für ein Aufgaben-Board:
Dein Aufgaben-Board könnte z.B. 3 Spalten enthalten:

  • Aufgaben
  • In Arbeit
  • Erledigt
AufgabenIn ArbeitErledigt
Erstellst du eine Aufgabe oder planst dein Lernziel, kannst du dies hier einordnen.

Beispiele:
– Projekt auswählen
– mit Professor Kontakt aufnehmen
– Folien 1-20 von Fach XY
– zusammenfassen
Arbeitest du momentan an einer Aufgabe oder einem Lernziel, kann du diese in der Spalte “In Arbeit” einordnen.

Beispiele:
– Projekt ausgewählt
– Professor kontaktiert
– Bisher Folie 1-5 von Fach XY zusammengefasst
Aufgabe geschafft?
Dann schreibe sie in diese Spalte. 

Beispiele:
– Projekt ausgewählt
– Kontakt mit Professor aufgenommen
– Folien 1-20 von Fach XY fertig zusammengefasst

Nachdem du dein persönliches Aufgaben-Board erstellt hast und konsequent damit arbeitest, solltest du regelmäßig überprüfen, ob du mit deinem erstellten Zeitplan zurecht kommst, damit du ihn gegebenenfalls verbessern oder updaten kannst.

Tipp 4 – Lasse dich nicht Ablenken!

Du stehst unter Zeitdruck, hast noch viele Aufgaben für dein Studium zu erledigen und musst Abgabetermine einhalten. Dennoch kannst du dich nicht konzentrieren, da du ständig zwischendurch dein Handy in die Hand nimmst, Nachrichten von Freunden checkst und auf den sozialen Medien surfst. Schockiert stellst du plötzlich fest, dass zwei oder sogar mehrere Stunden bereits vergangen sind und du Deinem Zeitplan und deinen Lernzielen hinterher hängst.

Kommt dir so eine Situation bekannt vor?

Viele Studenten lassen sich bei ihren gewohnten Arbeiten extrem schnell ablenken, und das besonders zu Hause, weit weg vom gewohnten und ruhigen Lernbereich in der Uni- oder Hochschulbibliothek. Damit dir das nicht so schnell passiert, solltest du zunächst anfangen deinen inneren Schweinehund zu überwinden und Selbstdisziplin üben. 

Dementsprechend solltest du dir bewusst eine Art “Handyzeit” in deine Lernphasen einbauen, in der du deine Nachrichten von Freunden und deinen Social Media Feed checken kannst. Siehe diese Zeit als eine Belohnung für dein diszipliniertes Lernen an, anstatt es als störende Freizeitaktivität während deiner Lernzeiten zu empfinden.

Tipp 5 – Transparenter Zeitplan für Gruppenarbeiten

Nachdem du dich an die Studienzeit gewöhnt hast und deine Lernphase gut geplant wurde, möchtest du deine Produktivität während der Gruppenarbeit im Home Learning steigern. Um dies zu schaffen, kannst du deinen erstellten Arbeitsplan bzw. Lernplan mit deinen Gruppenmitgliedern teilen.

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Wenn jedes Teammitglied solch einen Zeitplan hat, tauscht ihn gerne untereinander aus, damit haben alle Gruppenmitglieder einen Überblick über die gesamten Aufgaben, die Abgabefristen und anstehenden Projekte.

Zusätzlich setzt ihr euch damit ein wenig unter Druck und helft euch damit gegenseitig in der Gruppe, sodass keiner von euch den anderen enttäuschen möchte und stattdessen seine Aufgaben pflichtbewusst erledigt.


Zu Beginn wird es für dich schwierig sein dein Privat- und Studentenleben im Homeoffice Studium ordentlich zu trennen. Daher solltest du dir die nötige Zeit geben, dich an die neue ungewohnte Situation zu gewöhnen. 

Du wirst nach einiger Zeit sogar bemerken, dass du zum Teil beim Arbeiten und Lernen von zu Hause aus produktiver sein kannst als eventuell in der Uni oder Hochschule.

Verwende diese 5 Tipps, vor allem als Erstsemester, und perfektioniere dein Zeitmanagement während der Corona-Pandemie.